Mittwoch, 7. März 2012

Türkye´de karsilama

Die letzten Kilometer Griechenland waren nicht weiter erwähnenswert, einfach so strampeln, same procedure as everyday.Dann größere Militärbewegungen auf allen Seiten und die Grenzposten sind fürchterlich sachlich.NEIN!Fotografieren absolut verboten,nur wenn du vom Geheimdienst des Gegners bist,dann vielleicht,jedenfalls nicht fürs Fotoalbum!Große rote Halbmondfahnen umwehen mich überall und ich bin willkommen in der Türkei.
Als der Muezzin zum Abendgebet ruft,wbin ich in Kesan,einer größeren Stadt hier an der Grenze.In den Hotels scheint eine Menge los zu sein denn ich werde überall wegen Überfüllung abgewiesen,was in einer Stadt am Berg,und dann noch am späten Abend sehr unangenehm ist.Schließlich zeigt der Hotelportier eines recht komfortabel aussehenden Hotels,bei dem ich ganz großspurig mit meinem Gespann vorgefahren bin mit dem ausgestreckten Zeigefinger auf ein schäbiges,heruntergekommenes Haus auf der anderen Strassenseite.Da gehörst du hin,du abgerissener Radfahrer!Hier bei uns,auf der guten Seite parken nur schöne Autos!
Ich schiebe die knarrende Eingangstüre auf,der Portier sitzt im Dunklen hinter einem Holzverschlag und tut so als hätte er mich nicht gesehen.Ich klingele und er nimmt mich zur Kenntnis,mit fragendem Blick.A room for one night.
Er zückt seinen Bleistift und schreibt auf ein Stück Zeitungspapier ein paar Zahlen,die wie 15980 aussehen.Leider hatte ich mich nicht nach dem Kurs erkundigt und konnte somit mit dieser Zahl überhaupt nichts anfangen.Jetzt wo ich mehr weiß,meine ich es könnte,wenn man die null wegnimmt,das Gründungsjahr des Hotels gewesen sein,denn inzwischen hat man die Lira um einige Stellen verkleinert und nur die Alten schreiben noch die zehntausend und hunderttausend.Ich war ziemlich müde und hab mir das Zimmer dann noch so im Halbschlaf angesehen.Die Tapeten waren schon einwenig stockig,an der Decke waren Schimmelflecken,die weiße Bettdecke war nicht mehr so ganz weiß und die Handtücher zerschlissen.Zum Duschen mußte man sich neben das Toilettenbecken stellen und die Klobrille war nurmehr in Resten vorhanden.Wenn man müde ist sieht man ja über vieles hinweg,Hauptsache ein Dach über dem Kopf(was ich vor Müdigkeit vergessen hatte zu überprüfen).Der Portier schien dann auch sehr besorgt,ob das verlangte Geld nicht vielleich doch zuviel für einen wäre,der mit dem Fahrrad daherkommt.Ich deutete großspurig an,das Geld überhaupt keine Rolle spielt.und als der Muezzin zum Morgengebet rief,hatte ich meine Sachen schon gepackt und war bereit für die Reise.Eine Nacht im Kamelzimmer der Karawanserei war schon mal ein Training für die Tage hinter dem Kaukasus,wenn es dann in die Wüste geht.Türkiye`ye hosgeldiniz!!

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