Dienstag, 31. März 2026

Montag, 22. Dezember 2025

Weihnachtsgruß 2025

 Ich wünsche allen,die hier ab und zu mal reinschauen ein schönes,friedliches Weihnachtsfest!



Samstag, 31. März 2018

Ostergruß 2018



Ich wünsche allen ein schönes,sonniges Osterfest.
Aber Ostern ist doch längst vorbei!

Dienstag, 24. Juli 2012

Like a rolling stone

Wahrscheinlich kuckt wieder kein Schwein aber wenn,
dann schau doch mal bei www.joebirdie.blogspot.com mal rein.

A rolling stone gathers no moss.
Mein Gedanke auf große Tour zu gehen hatte seinen Ursprung in diesem alten lateinischen Sprichwort,welches dem alten Publius Syrus in die Schuhe geschoben wird,der dereinst gesagt haben soll:Saxum volutum non obducitur musco.(Bildung schadet nicht!Ich helfe gerne!)
Die Interpretationen dieses Sprichwortes sind vielfältig und für mich sollte es den Sinn haben,das wenn ich in Bewegung bleibe,ich nicht irgendwo räumlich und gedanklich festwachse und Wurzeln schlage.
So wollte ich dann die Welt bereisen und fremde Länder,Kulturen und Menschen kennen lernen.
Vielleicht war mein Wunsch,das alles jetzt und sofort zu erledigen ,zu ehrgeizig und unüberlegt.Ich komme mir inzwischen so vor,wie ein weltreisender Japaner,der in den vierzehn Tagen seines Lebensurlaubes schnell alles erleben und erfahren möchte und habe doch vielleicht noch ein paar Jahre Zeit,um mich in der Welt umzuschauen.
Deswegen bin ich auch nicht allzu enttäuscht das meine Reise nicht ,wie geplant bzw. gewünscht verlaufen ist.Ich blicke zurück auf ein paar Monate intensiven Erlebens,auf eine Zeit die mir sehr viel abverlangt hat und in der ich sicherlich kein Moos angesetzt habe.Ich erinnere mich sehr gerne immer wieder an die netten,hilfsbereiten und gastfreundlichen Menschen,denen ich begegnet bin und bin der Überzeugung,von ihnen viel Positives erfahren zu haben.
Ich halte mich jetzt schon seit ein paar Wochen in Shanghai bei meiner Tochter Anne und ihrer Familie auf und habe auch hier keine Zeit gehabt ,viel Moos anzusetzen.Zuerst mußte ich mal wieder gesund werden,denn ich hatte mir eine ziemlich hartnäckige Magen-Darmerkrankung irgendwo in Usbekistan aufgeschnappt,die ich mit chinesischer Wundermedizin innerhalb von zehn Tagen wieder wegbekam.Allerdings hatte ich zwischendurch noch alle Familienmitglieder angesteckt und wir hatten zeitweise lazarettähnliche Zustände hier in der kleinen Wohnung.Dann,als ich mich wieder einigermaßen sicher von der Wohnung mit ihren guten sanitären Einrichtungen entfernen konnte,habe ich in der Pandaschule einen Chinesischkurs belegt und seit der letzten Woche bemühe ich mich redlich,chinesische Kaligraphie zu lernen. Meine Wege in Shanghai lege ich mit dem Fahrrad und zu Fuß zurück und habe dadurch natürlich jede Menge Bewegung.In den letzten drei Tagen bin ich dabei, mein Fluggepäck auf die vorgeschriebenen Gewichte zu trimmen und mußte dabei feststellen,das ich doch erstaunlich viel Zeug bis hierher mitgebracht habe,obwohl ich schon unterwegs zwei Pakete mit überflüssigem Material nach Hause geschickt hatte.Zum Glück kommt meine Enkelin Sonja,die auch in Shanghai wohnt,im August nach München und kann mir ein paar Sachen in ihrem Koffer nachtragen.Ich werde dann morgen mit KLM nach Amsterdam fliegen,wo mich mein Sohn Steffen erwartet,um mir seinen Sohn Wilhelm vorzustellen,der vor zwei Wochen geboren wurde.Dann werde ich am 30.Juli wieder zum Moosansetzen nach
Hause fahren und mich ins Wildmoosstüberl setzen und ein oder zwei Weißbiere trinken und ich hoffe das ich das in der Gesellschaft von ein paar bemoosten Freunden tun kann.
Die Bilder, sind Eindrücke von der Stadt Shanghai und ein paar Leute,die ich da getroffen habe.Auf dem Bild von mir sieht man schon wieder eine leichte Moosschicht,die sich immer dann bildet,wenn zu wenig passiert.
Allen,die es bis hierhin ausgehalten haben,meinenAusführungen zu folgen drücke ich hiermit meine besondere Hochachtung für ihre Geduld aus.Ich würde mich freuen,wenn der eine oder die andere mir per e-Mail mal eine Rückmeldung geben würde,wie der Blog gefallen hat.Ich bin da ein ziemlicher Neuling und möchte Erfahrungen sammeln.Das ist am besten möglich,wenn man Rückmeldungen und Kritik von seinen Lesern bekommt.Deswegen hier meine e-mailad: jw-hbmueller@t-online.de
Shanghai am 24.7.2012

Donnerstag, 19. Juli 2012

Shanghai Fünf

Kleine Gebrauchsanweisung für China


Teil drei:Lokaltermin

Essen gehen in China ist nicht so einfach, wie man glauben möchte.Der unerfahrene Chinareisende sagt sich vielleicht:Geh doch einfach zum Chinesen.Das ist ja im Prinzip richtig,doch ein chinesischer Führer macht aus dieser schlichten Sache sogleich ein Problem.Er fragt den hungrigen Touristen:Wo sollen wir denn hingehen?Willst du nordchinesisch, westchinesisch,
südchinesisch oder ostchinesisch essen?
Angenommen man entscheidet sich für ostchinesisches Essen,dann folgt die Frage:Möchtest du denn lieber die etwas süßliche Küche Shanghais probieren, oder lieber die herbere Shandongküche,oder die liebliche Hangzhou-,die salzige Souzhou,oder die wässrige aber wohlriechende Nanjingküche?
Angenommen,man entscheidet sich für die Küche Shanghais so folgt die Frage:Puxi oder Pudong ?
Fällt die Wahl auf Pudong ,so gäbe es da noch die Küche von Jinqiao,...usw. Diese Fragerei läßt einen dann doch ziemlich hilflos zurück,denn sind das nicht alles doch nur einfach Chinarestaurants ?Natürlich nicht,denn für den Kenner hat fast jede Straßenkreuzung im Lande ihre eigene ,sehr typische Küche.
In zwei Wochen Urlaub zum Kenner werden? - unmöglich! Deswegen ist mein Vorschlag der des Unerfahrenen:geh einfach rein zum erstbesten Chinesen,wenn du Hunger hast.Die meisten Gäste sind sicherlich hier lebend rausgekommen,sonst wäre der Laden längst zugemacht worden, denn in China gibt es auch so etwas wie ein Gewerbeaufsichttsamt.In den meisten Lokalen auf dem Touristenpfad gibt es bebilderte Speisekarten. Manchmal gibt es sogar Vitrinen, in denen die Gerichte in Plastik und Silikon auf einem Teller modelliert sind .Oft kann man auch noch einen gegoogelten Begleittext dazu lesen, der einen auch nicht schlauer macht,denn Hund, Katze und Schlange werden hier nicht beim Namen genannt und die Bilder und Skulpturen sehen meist sehr appetitlich aus.Bestell einfach das Essen,das dir optisch am meisten zusagt und warte ab,was kommt.Wenn du Glück hast, sieht das Essen in Wirklichkeit besser aus als auf dem Foto aber bitte nicht zu genau hinschauen!Es könnte sein,das die Pommes ,die du bestellt hast ,Augen haben und vielleicht kleine frittierte
Raupen sind.Gieß am besten gleich Sojasoße oder Ketchup drüber und iss,solange das Essen heiß ist,denn solange du nicht weißt,das es Raupen sind schmecken die Teile wirklich wie Pommes und der Hunger ist gestillt.
Am Einfachsten ist es man geht in Lokale,in denen es nur ein einziges Gericht gibt wie z.B.in eine Jiaozi Bude.Jiaozi sind kleine Teigtaschen, die mit verschiedenen Köstlichkeiten gefüllt sind wie mit Gemüse, Schweinefleisch oder Krabben.Hier sollte man nur die chinesischen Zahlen einigermaßen richtig sagen können,denn wenn das erst mal in die Kasse eingetippt ist gibt es kein zurück.Da kann es schon mal passieren,das eine Person fünfzig Teigtaschen aufgedrückt bekommt obwohl sie nur fünfzehn bestellen wollte.Achtung bei Hand und Fingerzeichen.Daumen und Zeigefinger auszustrecken,um zwei Bier zu bestellen hat in China die Folge,das auf einmal acht Biere angeschleppt werden ,auch wenn es nur zwei Personen sind, die am Tisch sitzen.Chinesische Kellner kennen da keine Gnade. Das was bestellt wird, wird gebracht!Ohne Rücksicht darauf, ob das passt oder nicht.
Natürlich kann man in China auch zum Italiener,zum Franzosen oder zum Paulaner gehen und Pizza,Cordonbleu oder Weißwurst mit Semmelknödel bestellen.Doch will man Zuhause den Lieben etwas Exotisches erzählen ,vom Besuch im Reich der Mitte so sollte man schon sagen können:ich bin beim Chinesen gewesen!