Kleine Gebrauchsanweisung für China
Teil drei:Lokaltermin
Essen gehen in China ist nicht so einfach, wie man glauben möchte.Der unerfahrene Chinareisende sagt sich vielleicht:Geh doch einfach zum Chinesen.Das ist ja im Prinzip richtig,doch ein chinesischer Führer macht aus dieser schlichten Sache sogleich ein Problem.Er fragt den hungrigen Touristen:Wo sollen wir denn hingehen?Willst du nordchinesisch, westchinesisch,
südchinesisch oder ostchinesisch essen?
Angenommen man entscheidet sich für ostchinesisches Essen,dann folgt die Frage:Möchtest du denn lieber die etwas süßliche Küche Shanghais probieren, oder lieber die herbere Shandongküche,oder die liebliche Hangzhou-,die salzige Souzhou,oder die wässrige aber wohlriechende Nanjingküche?
Angenommen,man entscheidet sich für die Küche Shanghais so folgt die Frage:Puxi oder Pudong ?
Fällt die Wahl auf Pudong ,so gäbe es da noch die Küche von Jinqiao,...usw. Diese Fragerei läßt einen dann doch ziemlich hilflos zurück,denn sind das nicht alles doch nur einfach Chinarestaurants ?Natürlich nicht,denn für den Kenner hat fast jede Straßenkreuzung im Lande ihre eigene ,sehr typische Küche.
In zwei Wochen Urlaub zum Kenner werden? - unmöglich! Deswegen ist mein Vorschlag der des Unerfahrenen:geh einfach rein zum erstbesten Chinesen,wenn du Hunger hast.Die meisten Gäste sind sicherlich hier lebend rausgekommen,sonst wäre der Laden längst zugemacht worden, denn in China gibt es auch so etwas wie ein Gewerbeaufsichttsamt.In den meisten Lokalen auf dem Touristenpfad gibt es bebilderte Speisekarten. Manchmal gibt es sogar Vitrinen, in denen die Gerichte in Plastik und Silikon auf einem Teller modelliert sind .Oft kann man auch noch einen gegoogelten Begleittext dazu lesen, der einen auch nicht schlauer macht,denn Hund, Katze und Schlange werden hier nicht beim Namen genannt und die Bilder und Skulpturen sehen meist sehr appetitlich aus.Bestell einfach das Essen,das dir optisch am meisten zusagt und warte ab,was kommt.Wenn du Glück hast, sieht das Essen in Wirklichkeit besser aus als auf dem Foto aber bitte nicht zu genau hinschauen!Es könnte sein,das die Pommes ,die du bestellt hast ,Augen haben und vielleicht kleine frittierte
Raupen sind.Gieß am besten gleich Sojasoße oder Ketchup drüber und iss,solange das Essen heiß ist,denn solange du nicht weißt,das es Raupen sind schmecken die Teile wirklich wie Pommes und der Hunger ist gestillt.
Am Einfachsten ist es man geht in Lokale,in denen es nur ein einziges Gericht gibt wie z.B.in eine Jiaozi Bude.Jiaozi sind kleine Teigtaschen, die mit verschiedenen Köstlichkeiten gefüllt sind wie mit Gemüse, Schweinefleisch oder Krabben.Hier sollte man nur die chinesischen Zahlen einigermaßen richtig sagen können,denn wenn das erst mal in die Kasse eingetippt ist gibt es kein zurück.Da kann es schon mal passieren,das eine Person fünfzig Teigtaschen aufgedrückt bekommt obwohl sie nur fünfzehn bestellen wollte.Achtung bei Hand und Fingerzeichen.Daumen und Zeigefinger auszustrecken,um zwei Bier zu bestellen hat in China die Folge,das auf einmal acht Biere angeschleppt werden ,auch wenn es nur zwei Personen sind, die am Tisch sitzen.Chinesische Kellner kennen da keine Gnade. Das was bestellt wird, wird gebracht!Ohne Rücksicht darauf, ob das passt oder nicht.
Natürlich kann man in China auch zum Italiener,zum Franzosen oder zum Paulaner gehen und Pizza,Cordonbleu oder Weißwurst mit Semmelknödel bestellen.Doch will man Zuhause den Lieben etwas Exotisches erzählen ,vom Besuch im Reich der Mitte so sollte man schon sagen können:ich bin beim Chinesen gewesen!
Ganz einfach ,mußt hald 7-9mal pro Tag zum essen gehen und alles ausprobieren (ich komm auch ).
AntwortenLöschenMit Größe xxxl kann man auch leben.(Erfahrung)
Und 8 Bier pro Finger ,Mensch was willst Du mehr?
(voraussetzung man kann den Plempe trinken )
Und Essen gehen da bin ich Deiner Meinung,aber Du könntest mal den Engländer ausprobieren !
GubdT
Da hat der Peter die richtige Wahl getroffen: Plumpudding ist kaum zu übertreffen, holeridiho!
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