Kleine Gebrauchsanweisung für China
2.Lektion: Integration.
Durch Befragung:Haben sie schon mal einen deutschen Schäferhund gesehen?und wenn der so Befragte dann mit :Habe!Habe! antwortet ist das Thema Integration bei uns in Deutschland schon so gut wie erledigt und der so Befragte hat ab sofort Anspruch auf alle Zuwendung und Liebe,die wir Deutschen allem Fremden gegenüber aufzubringen im Stande sind.c
Ganz anders läuft das jedoch in China ab.
Gelbsucht allein genügt hier nicht um akzeptiert zu werden.Der chirurgische Eingriff,sich Schlitz- oder Mandelaugen herstellen zu lassen,wird in China eher als plumperAnbiederungsversuch betrachtet.Sprachprobleme werden hier bei Fremden vorausgesetzt und durch die Anwendung verschiedenster Dialekte noch liebevoll gefördert , so das eine Integration über die Sprache fast unerwünscht scheint.
Der einzig wahre Weg zur Integration könnte allenfalls über die chinesische Küche führen.Das ist aber nicht das Weichspülmaterial,das wir in Europa als chinesisches Essen vorgesetzt bekommen.Es gibt hier in China eine große Anzahl an unterschiedlichsten Regionalküchen,die sich in Geschmack und Würze stark unterscheiden.Erst wenn der integrationswillige Fremde sich den Gaumen mit Xinjiangküche verbrannt,mit Sezuanküche betäubt und mit Shanghaiküche karamellisiert hat,erst wenn er Schlange,Hund und Skorpione verspeist hat,erst wenn er fehlerfrei die Spezialitäten der Regionen herunterbeten kann und belegen kann,von allem probiert zu haben,wird man darüber nachdenken,ob er es wert ist,integriert zu werden.Dann steht der letzte,alles entscheidende Test bevor.Man setzt dem Integrationswilligen eine Schale mit Stinktofu(doufu)vor und beobachtet seine Reaktion.Rennt er oder sie gleich davon- klar,durchgefallen!Kann er sein soeben gegessenes Essen bei sich behalten- er hat sich sehr bemüht!Stellen sich beim Probanden nur die Nackenhaare auf-die Integration ist schon fast nur eine Formalität.Er kann sich schon mal registrieren lassen!Fangen jedoch die Augen des Fremden an ,zu leuchten,greift er beherzt zu den Stäbchen und verschlingt die ganze Portion unter lautem Grunzen und Schmatzen(wie das hier so üblich ist),dann wird er als Heuchler abgestempelt,hat sein Gesicht verloren und braucht sich nicht einzubilden jemals integriert geschweige denn registriert zu werden.
Resümee:Eigentlich wünscht der Chinese keine Integration von Fremden.Es genügt,wenn der Ausländer sich vorbehaltlos für die jahrtausende alte chinesische Kultur interessiert und staunend alles Chinesische bewundert. Dann ist er ein Pengyou(Freund) und das ist schon mehr als genug.
Denen kann man es doch wirklich nicht Recht machen! Freitag der 13. Schäferhund am Spieß, Schlangen, Skorpione???
AntwortenLöschenUnd ich dachte am Freitag gibt's Katze.
Hoffentlich kann sich Sonja bei unseren umherstreunenden Katzen beherrschen!
GubdT
Offensichtlich nicht unwesentlich von Sitten und Gebräuchen Anderer auf dieser Welt abweichend. Manche sind halt subtiler, manche substantieller oder subaltern und wir doch eher in Teilen subkutaner. Es gibt halt schon überall subs.
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