Samstag, 3. März 2012

Radlertreff in Mazedonien

Gestern Abend,es war schon ziemlich dunkel,hörte ich von hinten einen Radler herankommen.Hallo,wie gehts,wo kommst du her, wo willst du hin?Das war ein junger Engländer auf einer super Fahrmaschine,mit allem Drum und Dran,ausser Gepäck.Der hatte nur das mit,was er anhatte und eine kleine Gepäckwurst unterm Sattel und ein bisschen was am Lenker befestigt.Ja,er will auch nach Ankara und dann nach Indien.Hatte auch nicht viel Zeit um sonst noch groß zu plaudern,wutsch war er weg und ich sah nur noch sein blinkendes Rücklicht und roch noch den Gummiabrieb seiner Reifen.
Heute sah ich schon von Ferne auf der anderen Strassenseite einen Packesel auf mich zukommen,so nenne ich die,die vorne und hinten je zwei Taschen am Rad befestigt haben.Als er näher kam merkte ich schon,das er sich freute,endlich einen zu treffen,mit dem er mal ein wenig quatschen könnte.Er steuerte gleich quer über die Strasse und ich hielt an.Das war ein junger Franzose,der ein paar Jahre als Building Manager(was auch immer das ist)gearbeitet hatte um sich eine Weltreise auf dem Fahrrad leisten zu können.Er sah schon ein wenig abgerissen aus und ich holte gleich meinen Essensvorrat aus der Tasche und wir machten ein schönes Piquenique(franz.)auf unseren Satteltaschen.der war jetzt schon einmal um die Welt gefahren und zwar andersherum,kam aus Thailand,Indien,Pakistan,Iran Türkei und war nun auf den letzten Metern nach Hause.Da sein Budget langsam zu Ende ging, übernachtet er nur noch am Strassenrand und hat sich wohl in den drei Jahren,die er jetzt unterwegs war, zu einem richtig harten Mann entwickelt,denn er fuhr bereits in kurzen Hosen herum.Ich hab ihm vom Schnee in den Bergen erzählt,worauf er mit Neuschnee in der Türkei konterte.Auch was die steilen Berge betrifft,konnte er sehr gut mithalten.Allerdings meinte er,das die Hunde in der Türkei noch etwas aufmerksamer seien als die in Griechenland.Ich sagte,das ich mich schon sehr darauf freuen würde und mußte dann weiter,da die Schatten schon etwas länger wurden.
Die Bilder zeigen die Stadt Kavala,die die Griechen Neapolis und die Byzantiner Christopolis nannten.Hier ging der Apostel Paulus an Land, als er die Thessalonier besuchte.Fast dreitausend Jahre Geschichte,schaut mal im Lexikon oder bei Wiki nach!

3 Kommentare:

  1. Building Manager? Bei kleineren Gebäuden nennt man das auf Deutsch wohl Hausmeister. Größere Objekte werden vom Facility Manager betreut, der in der Regel ein recht anspruchsvolles technisches und betriebswirtschaftliches Studium absolviert hat.
    Übrigens, Aquädukt und Burg von Kavala sind auf Google Earth explizit als 3-D-Graphiken hervorgehoben und von allen Seiten im Detail zu betrachten.

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  2. Fliegen Sie unschlagbar günstig ab 41,99 € nach Kavala. Damit Sie ihre Urlaubstage geniessen können: mehr Komfort im Urlaub. Ob Städtereise oder Kurztrip, mit T.... wir kommen?
    Mir schwant, die Gegenrichtung hat einen Vorteil, die Tage sind etwas länger bei guter Tagesleistung, aber der Jetstream kommt zu Deinen Gunsten von Westen.
    Auf, in die Türkei. Nichts mehr uso, nur noch raki.

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