1.Der usbekischste Moment ist das Zählen der 1000 Sum (30 Eurocent) Scheine.Überall,wo gehandelt und verkauft wird raschelt und rauscht es im Blätterwald und wenn du dich auch nur einmal verzählt hast,mußt du das ganze noch mal von vorne beginnen,was schon ziemlich zeitraubend ist.In den Supermärkten der Großstadt haben sie Zählmaschinen.Das macht aber nicht so viel Spaß,wie das Zuschauen auf dem Basar,wenn ein geschickter Händler das tut.
2.Bezahlen beim Taximann.
Frage:was Kostet die Fahrt.
Antwort:was willst du bezahlen. Folgt:Angleichung der verschiedenen Auffassungen über den Wert der Fahrt.
3.Registrierung.Ohne Registrierung bist du kein Mensch,gibt es dich nicht. Erinnerung an den Hauptmann von Köpenick.
4.Ein Taxi hält auf der Landstrasse am Fahrbahnrand im Nirgendwo.Es steigen drei Frauen aus, die alle in große Säcke, aus dem gleichen braun-golden gemusterten Stoff, gekleidet sind.Sie nehmen ihre Tüten und Pakete und warten an der schmalen Seitenstrasse,im Schatten ihrer Regenschirme ,darauf, abgeholt zu werden.
5.Teepause in einem Restaurant an der Strasse.Da steht so ein großes Gestell,da liegen Matten und Kissen drauf.Da darfst du dich hin hocken oder legen,wenn du dir vorher die Schuhe ausgezogen hast und bekommst deinen Tee serviert und ein paar Wallnüsse und Rosinen dazu.
6.Einkauf im Dorfmagazin.Die Cola muß bezahlt werden.Das Brot bekomme ich geschenkt als man hört,das ich aus Deutschland komme.
7.Ich habe noch nie so viele Eselskarren gesehen,wie hier in Usbekistan.Viele Bauern reiten auf ihrem Esel oder fahren mit dem Eselskarren auf das Feld zur Arbeit.Manchmal sitzen sie auch zu zweit auf dem kleinen Tier und dann
tut einem das arme Tier doch leid.Aber ich finde das doch sehr schön,das man hier noch sehen kann,wie wertvoll die Dienste dieses anspruchslosen Lasttieres sind.Der Gedanke,das der Esel auch in Deutschland mal der Kleinlaster des Bauern war scheint so fern und es ist doch vielleicht gerade mal 100 Jahre her,das es so war.Schaut doch mal bei Wilhelm Busch rein.
8.Wenn ich mit meiner Fuhre die Landstrasse entlangkomme,dann lassen die Leute,die auf den Feldern arbeiten ihre Arbeit fallen und kommen an die Strasse gelaufen um den verrückten Ausländer vorbeifahren zu sehen.Meistens wollen sie,das ich anhalte,um ein Foto von ihnen zu machen.Wenn ich allerdings jeder Aufforderung zum Anhalten nachgegeben hätte,dann wäre ich wohl noch nicht mal in Buchara(und ich bin schon in Tashkent).
9.Dialoge,ohne gemeinsame Sprache. Leider ist es mir nicht gegeben, entweder Russisch oder Usbekisch zu sprechen und die wenigsten Usbeken können Englisch oder Deutsch.Da die Menschen aber neugierig sind,haben sie Mittel und Wege gefunden,sich zu verständigen.Das sind zwar keine Diskussionen über die Menschenrechte oder die Politik von Frau Merkel aber wenn ich weiter fahre wissen immer alle,das ich aus Deutschland komme,das ich 65 Jahre alt bin,verheiratet bin und zwei Kinder und drei und bald fünf Enkelkinder habe.Diese Informationen sind den Menschen hier wichtig und befriedigen ihre Wissbegier.
10.Auch der usbekische Friseur ist ein wahrer Meister seines Faches.Obwohl mit meiner Haarpracht nicht mehr viel zu veranstalten ist,hält er sich dafür um so länger beim Trimmen meines Bartes auf.Da wird fast mit Lineal und Zirkel gearbeitet,um alles schön symmetrisch hinzubekommen.Die Rasiermesser werden in Alkohol und Rosenwasser gebadet und anschließend,nach der Rasur wird der Kopf und der Nacken vom Meister in einer Weise massiert,die schon fast an Körperverletzung grenzt aber doch sehr entspannend wirkt.Das dauert immer ungefähr eine halbe Stunde und kostet
1,50 €.Soviel sollte einem soviel persönliche Zuwendung doch wert sein.Aber vielleicht bin ich als Alleinreisender da auch besonders empfänglich.









GRATULIERE: Das Gruppenfoto mit 2 Eseln ist genial, auch werde ich jetzt auch Rosinen zum Tee nehmen, dank für die tollen Bilder, we hockt denn da auf der Hängematte, ist das etwa der Schaafs Treiber??
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