Montag, 18. Juni 2012

Abflug und Ankunft

Nachdem ich mich dazu entschlossen hatte,nach Shanghai zu fliegen,verging die Zeit,wie im Fluge.Ich hatte mit größten Mühen das Geld für den Flug aus allen verfügbaren ATM-maschinen der Stadt zusammengekratzt.Schon der Taxifahrer,der mich an den Flughafen brachte,wollte von der eigenen Landeswährung nichts wissen und verlangte Dollar.Das Verladen des Fahrrads in den Flughafen und dann in die Maschine unterschied sich nur in geringen Details von allen anderen Verladungen.Erstmal wurde wieder behauptet,das es nich möglich sei und dann nach Rücksprache mit übergeordneten Stellen ,ging dann doch alles.Allerdings mußte ich dieses Mal einige meiner so schwierig erworbenen Dollars an die Fluggesellschaft abgeben,weil das ganze,mitgeführte Material doch einiges mehr wog,als erlaubt.Aber ich mußte niemandem zusätzlich ein paar Dollar in die Hand drücken.Durch den ganzen Stress mit dem Geldholen und den Diskussionen,ob ein Fahrrad nach China fahren darf oder nicht hatte ich von morgens um fünf bis abends um neun keine ruhige Minute gehabt und im Flugzeug nach Beijing konnte ich auch nicht schlafen,weil sich mein Nachbar so dick gemacht hatte und sofort zu schnarchen anfing.In Beijing angekommen ging der Stress gleich weiter.Riesenschlange bei der Einreisekontrolle.Weil niemand so richtig wußte,wo mein Rad angekommen war und der Flughafen wirklich sehr gut besucht war,brauchte ich einige Zeit um herauszufinden, wo es versteckt war.In der hintersten Ecke hatten sie es abgestellt und das wußten nur wenige,von denen ich zum Glück nach längerem hin und her einen traf.Leider hatte ich keine Hand mehr frei und auch keine Zeit,um die Aktion zu fotografieren,aber die Chinesen haben so eine Vorführung sicherlich auch nicht jeden Tag.Eine sprichwörtliche Langnase mit Riesenreisegepäck und dann noch ein Fahrrad obendrauf rast durch die ganze Halle,rempelt alles um,blockiert den Lift und bekommt noch eine Sonderbehandlung am Abfertigungsschalter,weil das Rad mal wieder nicht durch den Röntgenscanner passte und in der Röhre stecken blieb, obwohl ich den Aufpassern das schon gleich angesagt hatte.Schließlich erreichte ich den Flieger nach Shanghai mit Müh und Not und auf dem relativ kurzen Flug nach Shanghai war auch nicht die Zeit,das ich mich mal ausruhen konnte.So kam ich dann völlig übermüdet und fix und fertig in Hongqiao an.Zum Glück erwartete mich der Pampam am Empfang und ich hatte eine gute Hilfe beim Finden eines passenden Taxis und mußte nicht das ganze Zeug selber schleppen.Großes Hallo bei der Ankunft.Die jüngste Enkelin fing auch gleich zu weinen an,aber nicht vor Freude,sondern weil ihr der Mann mit dem Fell im Gesicht überhaupt nicht gefiel.Als sie sich dann wieder etwas beruhigt hatte saß sie kopfschüttelnd auf dem Sofa und musterte mich sehr skeptisch.Ich selbst fühlte mich auf einmal sehr schlecht und hatte einen kleinen Zusammenbruch,legte mich dann sofort ins Bett und schlief von mittags bis zum nächsten Morgen durch.Das war wohl doch alles ein bißchen viel für einen alten Menschen wie mich.Endlich war ich in Shanghai.Zwar anders als geplant aber doch froh,es geschafft zu haben.

















 

3 Kommentare:

  1. Fell im Gesicht,der ist gut und warum hast Du so große Augen ?
    (Kreide nicht vergessen )
    Sag Grüße!
    GubdT

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  2. Noch etwas, Ende Juli,Anfang August soll unser Garagenfest je nach Wetter sei ,wir hoffen Du bist wieder da und gibst einen Reisebericht ab.
    Vorallem Deine Kochkünste!
    GubdT!

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  3. Ende Gut, alles gut, wir freuen uns Dich bei den Deinen zu wissen, und dann machen wir hier ne kleine Spritztour zum Dampfschiff oder nach Andechs, da krigst mal wieder ne echte Brotzeit und ein heimisches Bier. Dann gehts mit ner anständigen Portion Lebern - Käs nach Freiburg. jajajajajajaja?

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