Dienstag, 12. Juni 2012

Siehs doch mal positiv

Nach all dem Rumgeschubse und wichtigem Getue ist nun dann wieder Ruhe eingekehrt und ich habe mich mit der Situation,so wie sie ist abgefunden.Fertig,aus!!Vielleicht zu schnell,zu wenig kämpferisch,aber gegen welchen Gegner hätte ich eine Chance?Bestimmt nicht gegen den chinesischen Amtsschimmel oder Drachen.Also nimms hin und mach das Beste draus.Heute war ich deswegen schon wieder auf dem Touristenpfad und bin mit der U-Bahn zur Altstadt von Tashkent gefahren.Dort befinden sich die Moscheen und Koranschulen,die hier nicht so imponieren,wie die in Samarkand ,aber der Basar dieser Stadt ist schon sehenswert.Rund um die Metrostation sind die Hallen und Kuppelbauten errichtet und es ist ein Leben und Treiben,fast wie auf dem Oktoberfest.Besonders beeindruckend,der große Kuppelbau,in dem der Gewürzmarkt untergebracht ist.Eine Riesenhalle voller Farben und Gerüche,und der Küchenfreund hat seine größte Freude,mal an allem zu riechen.Leider ist die eingehendere Beschäftigung mit den einzelnen Kostbarkeiten nicht so ergiebig,da die Fragen,die ich zu den vielen unbekannten Pulvern und Körnern und Flüssigkeiten und Pasten hätte ,können mangels Sprachproblem nicht gestellt werden.Aber die Geschmäcke und Nasenreize sprechen für sich und wenn ich noch Platz in meinen Taschen hätte,ich würde alles aufkaufen, kiloweise.Leider war die Batterie meines Fotoapparates leer als ich in die Gewürzabteilung kam,doch da ich ja noch ein paar Tage hier bin werde ich sicherlich noch mal mit geladener Kamera den Weg zum Basar finden.Auf dem Spaziergang durch die Altstadt entdeckte ich einige alte Lehmbauten aus vergangenen Jahrhunderten und eine Holzschnitzerwerkstatt,die in einer stark renovierungsbedürftigen Koranschule untergebracht ist.Dort arbeiten vorwiegend Jugendliche (Kinder?)mit kleinen feinen Werkzeugen an den Verzierungen von Holztellern und Dosen.Sind so kleine Hände...!?Ich durfte jeden Arbeitsvorgang anschauen und die Fähigkeiten dieser kleinen Künstler bewundern und sie waren sehr enttäuscht,das ich sie nicht fotografieren konnte.Vielleicht hole ich das noch nach.Auf der U-Bahnfahrt zurück ins Hotel,klingelte schon wieder der Polizeistaat an meiner Türe.Ein U-Bahnwächter wollte meinen Pass sehen,ich sah aber keine Veranlassung,das ich den Pass herzeigen müßte und habe ihn ein bisschen auflaufen lassen,indem ich ihm immer meinen Jeton gezeigt habe,den ich gerade gekauft hatte. schließlich war er ganz verzweifelt ,so das er mich ganz entnervt zum Bahnsteig gewunken hat,damit ich ja schnell weiterkomme.Ich hätte ihm ja stolz meine 22 Registrierungen zeigen können,aber wenn dann doch eine gefehlt hätte,was dann???

2 Kommentare:

  1. Lieber Jürgen, wir haben alles mitverfolgt und sind mit Dir der Meinung:
    alles hat seine Grenzen. Du hast so unglaublich viel und so unglaublich
    Positives erlebt, nimms mit und freu Dich daran, wir tun es mit Dir,
    und dann muß man sehen, was Du weiter unternimmst. Alles hat seine
    Zeit, oder in Deinem Fall, alles hat eine notwendige Entscheidung.
    Es ist sicher gut, wie es ist. Wir werden weiter mit Dir reisen und
    freuen uns auf alle Neuigkeiten. Deine Thilde mitsamt Carlo.
    Die Gewürze würden uns schon auch sehr interessieren....

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  2. Kein Kommentar nur alles Gute!!!und eine Registrierung
    GubdT

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