Samstag, 14. April 2012

Hochzeitsnacht

Früh am morgen verlasse ich das Lüxotel und fahre weiter in Richtung Baku.Der Wind steht günstig und ich mache Strecke.Eigentlich hatte ich vorgehabt in einem Kürotel in einem Ort an einem See zu verbringen,aber dort wäre ich schon um 12.00 Uhr gewesen und ich war einfach noch nicht müde genug,um an ein Bett zu denken.Also fuhr ich weiter und weiter immer geradeaus,durch die aserbaidschanische Steppe.Endlose, gerade Strassen,keine auch nur irgendwelche netten Orte zum verweilen und schließlich auch keine Hotels.So lande ich in einem Çayevi irgendwo im Niemandsland und bestelle mir eine Kanne Tee.Der Bruder des Herrn Laman bereitet mir einen Tee und setzt sich zu mir an den Tisch.Schon nach kurzer Zeit stellt sich heraus,das wir beide sehr begnadete Taubstummensprachinterpreten sind. Wir verstehen uns ganz ausgezeichnet und er geht in die Küche und macht mir eine Borschtsch.Dann kommt noch sein Sohn und seine Neffen dazu und wir haben eine sehr angeregte Unterhaltung ,ohne das es eine gemeinsame Sprache gäbe.Meine Türkischkenntnisse helfen,um zu verstehen,das die Goldzähne des Neffen,die übrigens wunderbar glänzen,50 Manat das Stück gekostet haben,was zu diesem Preis,wenn überhaupt ,in Deutschland nicht zu haben gewesen wäre.
Herr Laman ist der Hochzeitsausrichter in dieser Gegend und der hat sich hier ein kleines Hochzeitsparadies errichtet.Er hat lauter Glaspavillions auf Halbinseln über Froschteichen errichtet und hat eine Stretchlimousine und einen Superklimabus.Mit den Autos werden die glücklichen Paare und ihre Gäste herbefördert und in den Pavillions wird dann Wodka getrunken.
Anschließend kann dann das Hochzeitspaar in wohnwagenähnlichen Behausungen auf freiem Feld die Hochzeitsnacht verbringen,oder nicht.
Jedenfalls durfte ich,weil man es mir angesehen hatte,das ich müde war das Angebot nicht ausschlagen,in einem dieser Wohnwagen zu schlafen.10 Manat.Umgeben von quakenden Fröschen und blökenden Schafen und pfeifenden Schafshirten fiel ich dann doch in den Schlaf des Übermüdeten.

2 Kommentare:

  1. Fünf Nachte kosten also einen Goldzahn, nette Währung. Ich habe in Haria mir die Haare schneiden lassen müssen, was Dir Hannelore hoffe ich noch nicht gesagt hat, aber gesehen hat sie es auf Skipe und nur nuch gelacht. Das konnte ich die Taubstummensprache halt nicht, denn der Profi war tatsächlich Taubstumm. Übrigens da sagt mann heute was anders klingt und nicht diskriminiert. Gab es denn keine Froschschenkel zum Wodka, des soll ne Spezialität sein. Gut Frosch.

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  2. Schäfchen zählen 1,2,3,usw. Erholsamen Schlaf ! 300 und alle wurden geschlachtet !!! Nein war nur ein Alptraum.
    GubdT

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