Es heißt ja, das ein rollender Stein kein Moos ansetzt.Dann müßte ich jetzt schon eine leichte Moosschicht an mir bemerken,denn ich halte mich schon länger als es gut ist hier in Baku auf.Zum einen zwingt mich mein Visum ,bis zum 5.Mai zu warten,bis ich in Kasachstan einreisen darf und zum anderen bin ich mir immer noch nicht sicher,ob meine Magen-Darm Probleme wirklich überstanden sind.So schwanke ich seit einigen Tagen immer hin und her,soll ich weiterziehen oder noch warten,bis ich wieder ganz fit bin.Im Moment steht das Zeichen auf Halt und wenn es weitergeht,dann werde ich mit dem Flieger nach Aktau in Kasachstan reisen,denn die Fährverbindung ist irgendwie sehr komisch.Ich bin hier schon mal am Hafen bei der Gesellschaft gewesen,die das Schiff betreibt.Das Büro befindet sich in einer alten Baracke ohne Fenster und ohne Licht.Dort sitzt eine ältere, russische Dame an einem Schreibtisch,auf dem nur ein Telefon und eine Teetasse steht und gibt Auskunft,das das Schiff heute ,morgen oder aber erst nächste Woche abfahren wird.Ich sollte doch mal jeden Tag vorbeischauen oder anrufen,dann wird man sehen.Es könnte aber auch erst übernächste Woche sein,das ich wegkomme und das Ganze soll dann 120 Manat kosten.Ich bin dann zu einem Reisebüro in der Stadt gegangen,um zu fragen,ob es dort vielleicht genauere Auskünfte gibt,aber dort sagt man mir,das das Reisebüro mit der Fähre nach Aktau nichts zu tun haben möchte.Ich frage,ob es eine Flugverbindung gibt,und wie lange vorher man sich da um die Karte kümmern muß und erfahre,das täglich ein Flieger nach Aktau geht,den man ein oder zwei Tage vorher buchen kann und der 140 Manat kostet und das Fahrrad umsonst mitnimmt.Das entspricht doch genau meinen Vorstellungen,weil ich da selber bestimmen kann,wann es weitergehen soll.So werde ich noch ein wenig Moos ansetzen und hier im Hotel auf Besserung warten und mich dann auf den Weg machen,wenn es mir sicher besser geht.
Inzwischen schaue ich mir in Ruhe die Hauptstadt des Landes an und beobachte,wie alles wächst und gedeiht.Es wird wie verrückt an allen Ecken und Enden neu gebaut und renoviert.In der ganzen Stadt summen und brummen die Baumaschinen und die Strandpromenade wird um einiges verlängert und wird so lang,das spezielle Autobusse mit Anhänger eingesetzt werden,um den Besuchern den langen Weg angenehm zu machen.Es sind Fahrzeuge deutscher Herkunft und der Stern glänzt über Fahrzeugen der einfachen Klasse mit Sitzbänken und einfacher Bestuhlung, der ersten Klasse mit Clubsesseln und der Präsidentenklasse mit Riesenpolstersessel und Internetanschluss.Die ganze Flotte von Fahrzeugen steht schon mit laufenden Motoren bereit und das Serviceteam aus Stuttgart arbeitet noch an den letzten Feinheiten.Die neuen Gebäude moderner Architekten wachsen flott aus dem Häusermeer heraus und werden den Charakter der Stadt mit der Zeit erheblich verändern.Besonders nett finde ich das neue Teppichmuseum,das ein Österreicher sinnigerweise in Form eines aufgerollten Teppichs oder eines Krautwickerls gestaltet hat.Bemerkenswert ist auch noch der höchste Flaggenmast der Welt,der so hoch ist,das die Fahne bei bewölktem Himmel nicht mehr zu sehen ist.





Na, da geht was. Super Petro Dollar Architektur oder eher Narco Architektur, na, die stehlen uns die Fassaden und keiner berichtet.
AntwortenLöschenjetzt ist bald Mitternacht, aber ich kann nicht ins Bett, ohne Deine Infos gelesen zu
AntwortenLöschenhaben. Wir freuen uns auf Montag, da wird Hannelore bei uns sein und wir werdne
noch viel mehr erfahren, vor allem über Dich.
Wir sind bei Dir, laß Dich fest drücken von Thilde und Carlo