Mittwoch, 18. April 2012

Etappenziel erreicht

Nach genau zwei Monaten in Baku angekommen.Uff,das war eine ziemlich harte Sache.Ich hatte mir die ganze Aktion doch etwas einfacher und lockerer vorgestellt.
Die letzten zwei Tage waren noch mal ziemlich hart.Zum einen,weil mit dem Magen etwas nicht so stimmt und dann,weil es hier in diesem Land manchmal auf 50-60 Kilometer keine Unterkunft zu haben ist.Vielleicht könnte man am Wegesrand Privatunterkünfte finden,aber es hängen keine Schilder mit Hinweisen auf B&B an der Strasse und du kannst ja nicht in jedes Haus gehen und fragen,zumal ja die sprachlichen Möglichkeiten nicht bestehen.
So bin ich dann vorgestern Abend in einer Tankstelle gelandet,wo man mich erstmal gar nicht gerne gesehen hat.Einmal vielleicht weil ich mit dem Fahrrad kein so guter Kunde bin und dann steht so einer auch noch dauernd im Weg rum.Aber es war schon stockfinster und es regnete und da hatte ich keine Lust,das schützende Tankstellendach zu verlassen,weil es zudem auf der Strasse recht lebhaft zuging.
Der Leiter der Tankstelle hatte dann doch Erbarmen mit mir und er entwickelte sich dann mit der Zeit zu einem sehr guten Gastgeber.Er erlaubte mir,mich in dem leeren Restaurant auf den Sesseln breit zu machen und brachte mir erstmal den unvermeidlichen Tee.Dann fragte er mich,ob ich auch etwas essen möchte und ließ mir,da ich ihn auf meinen angegriffenen Magen hinwies,etwas leichtes kochen.Es gab Farfalle mit einer Hühnersoße und um Schluß nochmal Tee.Dann meinte er,sollte ich die Sessel zusammen rücken und mich dort zum Schlafen legen.So habe ich dann doch eine einigermaßen bequeme Schlafgelegenheit gehabt und konnte dann ausgeruht die letzten 80 Kilometer bis Baku im Regen und Gewitter zurücklegen.
In Baku wird mit Hochdruck an den Verschönerungen gearbeitet weil ja nun schon bald Europa zu Gast ist und die Zeit knapp wird,das alles gerichtet ist.Da es geregnet hatte,gab es überall tiefe,schlammige Wasserpfützen,durch adie ich und leider auch der andere Verkehr durch mussten.So qwurde ich von allen Seiten bespritzt, das meine Regenkleidung und mein Gepäck und mein Fahrrad schließlich völlig verschlammt war und es aussah,als wäre ich gerade aus einem dieser,für dieses Land berühmten Schlammvulkane herausgekommen.
In einem Hotelempfang macht das natürlich keinen guten Eindruck,wenn du da so mit Schlammkruste reinkommst,aber der Holländer Emil,den ich in Tiflis kennengelernt hatte,hatte mich schon angemeldet und der Manager hatte mich wohl schon unterwegs mit den Widrigkeiten der Natur kämpfen gesehen und so war das Hotelpersonal schon auf das Erscheinen eines verdreckten Gastes vorbereitet und beim Abladen meines Gepäcks sehr hilfreich trotz Verschmutzungsgefahr.
Jetzt nehme ich mir erstmal eine kurze Auszeit,um meine Sachen mal zu waschen,denn die sind jetzt zwei Monate im Einsatz.Die Hunde an der Strasse rennen auch schon nicht mehr so wild kläffend hinter mir her ,weil sie mit ihren empfindlichen Nasen vielleicht Schaden nehmen könnten oder weil sie mich schon als einen der Ihren anerkennen.

1 Kommentar:

  1. Das erinnert mich an die Survivalshows im TV,aber die Angeber haben immer ein Fernsehteam im Nacken !Alles Gute auch bei Wind und Wetter.Schreib weiter !
    GubdT
    P.S.Die Hunde wollen Dich durch ihr Gebelle nur vertreiben und wenn Du weiter radelst haben sie ihr Ziel erreicht ,frag den Postler.
    Angaben ohne Gewähr !!! Bei Kettenhunden ,scharfen Hunden ,wilden Hunden ,menschen Hunden ,großen Hunden ,Hunde die schneller als Radler sind usw. aber Du hast ja gut Abwehrmöglichkeiten gefunden.

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