Donnerstag, 23. Februar 2012

Sysiphustag,(Sisyphus?Sissifuß?)der mit dem Stein tanzt!

Am Tag nach diesem Tag sitze ich gemütlich in einem Kaffee in Joannina und genieße die Aussicht auf den See.
Die Sonne scheint und die Menschen sind fröhlich.
Gestern war das alles noch ganz anders.Ein Regenschauer der durch die, trotz Fahrrad,ziemlich offene Tür des Bushäuschens direkt in mein
Schlafzimmer rein prasselte,weckte mich auf die unsanfte Art.Zeit zum Aufstehen,ein Wecker der anderen Art,aber wirksam.Das Rad war schnell gepackt und es ging weiter bergauf.und bald wurde es so steil,das ich schieben mußte.Also,hinauf mit dem selbstgewählten Stein.Von außen und innen nass,erreichte ich die Passhöhe und mußte feststellen,das ich im letzten Bushaltehäuschen einen Platz gefunden hatte.Hier oben gibt es nichts außer ein paar Schafe und Hunde.Und eine kleine Kapelle,die von frommen Reisenden,zu Ehren aller Heiliger,vor allem aber des heiligen Nikolaus,erbaut worden ist.Hat sich doch dieser Heilige zu einem Leben als Sackträger entschieden und das muß ja auch nicht gerade ein Leichtes gewesen sein.Eine der schönsten Abfahrten in meinem Radfahrerleben war die von diesem Pass.sie dauerte etwa 20-30 Minuten ,auf einer recht gut ausgebauten Strasse und ohne jeden Verkehr.Unten im Tal gab es wieder Leben mit Menschen und Hunden und ich füllte meine Wasservorräte auf.Meine Lebenserfahrung sagte mir allerdings ,das das leichte Dahingleiten doch irgendwann vorbei sein muß-und so wars.Der nächste Anstieg war zwar nicht so steil wie der letzte aber lang genug um mich wieder vom Rad steigen zu lassen und zu schieben.Auf diesem Anstieg machte ich die Entdeckung,das zähnefletschende Hunde es mit der Angst zu tun bekommen,wenn man sie mit der Taschenlampe blendet und je weiter ich fuhr, um so häufiger bestätigte sich diese Erkenntnis.Die nächste Abfahrt,der nächste Anstieg."Es geht nur noch 12 Kilometer bergauf" versprach mir ein Rennradfahrer der mir Mut machen wollte und mir als Energiespende ein paar getrocknete Feigen schenkte.Auch auf diesem Anstieg wendete ich meinen Hunde-Lampentrick mehrmals an und es funktionierte immer,sogar als ein Tier vor mir herlief,das ich in meiner zoologischen Naivität als einen lahmen Hund zu erkennen meinte.Es reagierte auf meinen Lampentrick mit höchster Gelassenheit und machte den Weg frei.Doch als ich an dem Tier vorbeifuhr und ihm ins Gesicht blickte glaubte ich die Züge von Steiff´s Teddi gesehen zu haben,hatte aber, aus verständlichen Gründen, kaum Zeit der Sache weiter nachzugehen.Schließlich kam ich doch in Joannina an.Das Hotel,das mir der freundliche Radfahrer empfohlen hatte fand ich vor Müdigkeit nicht und hab dann das erstschlechteste genommen.25€ mit kaum Internetanschluß.Habe dann noch in einer Taberna eine Hühnersuppe gegessen und bin dann heute morgen um 10.30 uhr aufgewacht und die Sonne schien!!!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen