Als ich nach einem recht guten Frühstück auf die Straße komme regnet es in Strömen und es weht ein starker Wind.Die Venezianer laufen mehr oder weniger gut beschirmt zur Arbeit und ich zum Parkhaus an der Piazza Roma,
wo ich gestern Abend mein Gespann ,mit allem Gepäck drauf,abgestellt habe.Die Wächter haben gut aufgepasst,denn es war noch alles da,leider,denn leichter ist die Ladung nicht geworden. Ich fahre zur Fähre und erfahre,das das Schiff nicht vor vier abfährt.Was von der Organisation her ohne Folgen sein soll,denn der Kapitän kann mit seinem Kahn schnellere Meilen machen,so, das das Schiff in richtiger Zeit in Igoumenitsa eintrifft.
An Deck der Fähre,wo man beim Abfahren aus dem Hafen an der alten Stadt entlang schrammt,bietet sich ein sagenhaftes Schauspiel.Das nautische Gefährt gleitet am Dogenpalast entlang und genau geleitet vom wohlwollenden Lotsen läuft die Luxusfähre den Lido entlang und das Land verschwand.
Da das Wetter nicht so gnädig ist und der Sturm die Wellen wüten lässt,wackelt die Wand und aus der Nachbarkabine schallt es schon lange
den Gang entlang,als ob ein Wolf knurrend grollt.
Mir hat man eine Innenkabine gegeben ,die schön geräumig ist.Mein Fahrrad steht unten bei den großen Lastwagen.Ich habe es an der Wand an einem Rohr festgebunden und hoffe nun,das meine kunstvollen Seemannsknoten diesen Sturm aushalten.Eine Innenkabine muß bei diesem Wetter keinen Nachteil haben.Es schaukelt nicht so stark wie außen und du bist näher am Motor,also ist es wärmer.Nur im Falle,das der Kapitän seine Oma in Spoleto grüßen müßte und zu nahe am Land vorbei fahren möchte kannst du nicht durch das Loch in der Außenhülle ins Freie schlüpfen,sondern mußt eine Treppe hochlaufen und dann erst ins Rettungsboot fallen,in dem der Kapitän schon wartet und dich sicher in den nächsten Hafen bringt.Wie ihr seht habe ich den Fluchtplan genau durchgelesen.
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