Sonntag, 26. Februar 2012

Sightseeing

Reisen bildet und wenn man ein für alle Dinge offener Mensch ist,dann findet man früher oder später alle seine Vorurteile bestätigt.
Wenn ich es nötig hätte,éine Entschuldigung dafür zu finden,das ich heute wieder nicht weiter gefahren bin,würde ich sagen,das ich mal nen Tag opfere um mir die Stadt in Ruhe anzuschauen.Aber vielleicht kennt der eine oder andere die Stadt Grevena und wundert sich,was es da wohl zu sehen gäbe.Ja klar,es gibt ein Stadtzentrum und da ist gerade auch ne Menge los aber irgendwas wie eine Kirche oder ein altes Rathaus gibt es hier nicht zum anschauen.In der "Altstadt habe ich eigentlich nichts wirklich Altes gesehen außer ein paar alten Männern,die schon morgens um zehn Uhr im Cafe sitzen und mit ihren Rosenkränzen klappern.Oder den alten VW Käfer von 1965,der schön langsam unter dem Kulturhumus verschwinden wird.Damit bin ich eigentlich schon beim Thema des heutigen Tages:Der Grieche und das Auto.In dieser Frage ist der Mann hier vielleicht deutscher als man sich das in Deutschland so denkt.Auch hier regiert der Gasfuß und nicht der Bremsende.Verbogene Leitplanken und jede Menge verendeter Tiere rechts und links der Strasse sind Zeugen der Seelenverwandtschaft.Nur mal zum Beispiel:ich gehe auf dem Bürgersteig so vor mich hin,auf einmal rappelt es ganz gehörig neben mir.Ich finde die Ursache etwa sechs Autos hinter mir.Da hat doch einer zu schnell eingeparkt und hat die fünf vor ihm parkenden Kisten zusammengeschoben.Als er aber gemerkt hat,das das irgendwie nicht so richtig geklappt hat,hat er den Rückwärtsgang eingelegt und ist aus seiner Parklücke heraus,wieder auf die Strasse gestossen und hat dann dort nochmal einen Gegner erledigt.Naja ist vielleicht nicht ganz typisch für das Land,sowas kommt ja überall immer mal wieder vor.Man stellt hier auch mal gerne sein Auto zum Parken mitten im Kreisverkehr ab und vor allem wenn man einen Radfahrer sieht,egal auf welcher Seite der Fahrbahn,fühlt man sich verpflichtet,diesen durch lautestes Hupen auf sich aufmerksam zu machen.Alles andere wäre zu gefährlich, denn Radfahrer haben ja den Fahrtwind am Ohr und können deswegen gar nicht hören,wenn ein Auto heranbraust.Das scheint ganz gut zu funktionieren,denn ich habe bis jetzt noch keinen Radfahrer im Graben liegen gesehen.Allerdings habe ich bisher noch überhaupt keinen Radfahrer gesehen aber ein Fahrradgeschäft.Es lag nicht gerade an der Haupteinkaufstrasse.Der Besitzer saß mit seinem Monteur an einem Campingtisch und sie spielten ihre 12000 sendste Partie Backgammon. Nebenan war eine Schmiede in der ein geschickter Schmied die Fahrradrahmen des letzten Jahres zu Gartengeräten wie Harken und Rechen umarbeitete,nach dem Motto:Räder zu Pflugscharen.In diesem Sinne:Frieda sei mit euch!!

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