Mittwoch, 22. Februar 2012

Land der Griechen

Am Morgen stehe ich schon in aller Herrgottsfrühe auf dem Deck der Europa Palace und schaue in die Ferne.Um neun Uhr sieht man einen Streifen und wenig später drohen die Berge Nordgriechenlands mit ihren Schnee bedeckten Gipfeln.In Igoumenitsa gehen nur sehr wenige Laster von Bord die meisten fahren nach Patras.So ist auch der riesige Platz vor dem Schiff öde und leer.Die Griechen nehmen meine Ankunft nicht zur Kenntnis.Ich trete sogleich in die Pedale denn es ist schon zwei vorbei und ich will noch was schaffen.Auch unterwegs werde ich ignoriert von den Menschen,keiner fragt,ob ich Frau Merkel kenne oder ob ich den Rettungsschirm mitgebracht hätte.Alle halten sich vornehm zurück.Bis auf die Hunde,die nehmen kein Blatt vor den Mund und geifern und bellen und zeigen mir die Zähne!!!Begleitet vom Gebell der Meute geht meine Fahrt immer weiter in die Berge und meine Hoffnung vielleicht doch noch ein Hotel zu finden vergeht so langsam.Um halb acht ist es auch in Griechenland dunkel und die Auflagen,die man dem Land macht lassen nicht zu,das man einsame Straßen beleuchtet oder mit Hotels versieht.Früher war das hier wo ich fahre die Hauptstrasse aber es gibt jetzt eine Autobahn,die wohl gebaut wurde als man glaubte sich sowas noch leisten zu können.Der kalte Gegenwind zermürbt mich und ich schaue mich nach einem Platz für die Nacht um.Irgendwo am Straßenrand stehen vier Stangen mit nem Dach drauf und einer Holzbank darunter.Ich versuche.meine Plane irgendwie an den Stangen zu fixieren aber wegen mangelnder Übung scheitert das Unternehmen Eigenbau,Also fahre ich in Dunklen weiter bis der Schein meiner Taschenlampe ein wunderschönes,aus Stein gebautes Buswartehäuschen erfasst das auch zwei Fenster hat,in denen die Scheiben noch ganz sind.Ich lege meine große Plane auf den Boden,Isomatte drauf Schlafsack ausgepackt,das Fahrrad als Windschutz vor die Türe gestellt und übermüdet,von Hunden und Eulen in den Schlaf gesungen ziehe ich den Reisverschluss zu und bin dann mal weg.

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