Dienstag, 28. Februar 2012

Efcharisto poli

Mit nem Platten fing der Tag gut an.Die Dame im Empfang des Hotels hatte mir noch einen Tee gekocht und eine schöne Musik-aus denKaffeeländern- aufgelegt, obwohl das alles nicht im Preis von 35€ enthalten war,einfach nur so,weil sie nett sein wollte.Ich sage Efcharisto poli und schwinge mich aufs Rad und höre bereits nach fünfzig Metern wie der Hinterreifen walkt. Platt.In einer Parklücke richte ich mir, zum Erstaunen der Bevölkerung ,eine kleine Werkstatt ein und repariere den Schaden.Aus einem Autozubehör Geschäft,ein paar Häuser weiter kommt mir der Besitzer mit einer Sprayflasche an der ein Ventilansatzschlauch dran hängt zur Hilfe,aber da hatte ich schon den Flicken drauf und war froh,das neumodische Zeug nicht ausprobieren zu müssen.Efcharisto poli.Dann geht es los,Sonnenschein und Rückenwind,Herz was willst du noch mehr?Wenn ich doch nur ein Segel hätte!Efcharisto poli.Doch mein Glück ist nur von kurzer Dauer, denn die Fahrtrichtung und die Windrichtung ändern sich zum Schlechten.Also heißt es wieder:im dritten Gang gegen den Orkan.Und dazu geht es dann auch noch bergauf-der letzte Anstieg vor der Ebene.Der hat es aber wirklich in sich ,etwa zehn Kilometer bergauf,bei Minus Zwei Grad und Gegenwind.Die Pass Strasse ist fast nicht befahren,weil es ja eine Autobahn gibt,die durch Tunnel im Tal verläuft.Trotzdem kommt doch hin und wieder der Schneepflug vorbei und auf dem Schneepflug sitzt Dimitrios ,der mir ein Seil zuwerfen möchte,um mich auf den Berg zu ziehen.Das das nicht funktionieren kann sieht er sehr schnell ein und nimmt das Seil,um mein Fahrrad auf dem Schneeschiebeschild festzubinden.Den Anhänger bugsieren wir gemeinsam in das Fahrerhaus und ab gehts.Efcharisto poli.Ich glaube diesen Pass hätte ich heute sonst nicht geschafft.Oben auf der Höhe gibt es ein paar kleine Tavernen.In der einen ist die Freundin von Dimitrios die Wirtin und dimitrios läd mich zu einer warmen Suppe und einer Portion Feta mit griechischem Spezialkraut ein.Alles sehr frisch und gut.Efcharisto poli!
Wir unterhalten uns ganz gut auf Englisch und er erzählt mir seine Geschichte.Alleinerziehender Vater ,viel Arbeit im Sommer wie im Winter.Zwei Kinder,Sohn Hallodri,Tochter sehr fleissig.Und als ich ihn Frage,weils mich interessiert,wann denn hier in Griechenland der Karneval vorbei ist beteuert er mir aufrichtig,das die Griechen ein altes Kulturvolk mit einer Dreitausend Jahre alten Schreibkultur seien und das es in Griechenland, seines Wissens, noch nie Kannibalismus gegeben hat.Efcharisto poli.Beim Reisen lernen,das ist auch eines meiner Ziele und das endlich Schluss ist mit diesen,das Zusammenkommen der Völker verhindernden Missverständ-nissen.Leute lernt Sprachen!!!Efcharisto poli,fürs geduldige Lesen,und Kalinichta.

2 Kommentare:

  1. Ich sags ja nur ungern, aber der Wetterbericht sieht nicht so gut aus. Du bewegst Dich genau in einer Zone, die auch für die nächsten Tage noch Kälte verspricht. Wenn wir die Bilder anschauen, frieren wir mit Dir.

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  2. Vielen Dank für Deine netten und lustigen Berichte!
    Ein Jammas auf Dich und wir lesen gerne weiter.
    GubdT

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