Mittwoch, 16. Mai 2012

Der Retter naht

Neulich in der Früh,ich fahre so vor mich hin durch die kasachische Steppe,auf einer Strasse,die hinter mir kerzengerade im Nichts verschwindet und vor mir kerzengerade im Nichts beginnt,da sehe ich ein paar hundert Meter vor mir einen großen Stein auf der Strasse liegen.Als ich näher komme,sehe ich,das der Stein sich bewegt und als ich noch näher heranfahre,bleibt der Stein einfach liegen und stellt sich tot.Als ich meine Sonnenbrille abnehme ,sehe ich,das der Stein eine schon etwas größere Schildkröte ist.Da höre ich auch schon aus der Ferne einen Lastwagen heranrollen,parke mein Gespann und schreite zur Rettung.Schnell packe ich das Tier,es zischt mich an,verzieht sich aber unter seinen Panzer und wusch ist der LKW vorbei.Uff!! eine gute Tat!!!
Ich schaue mich um und sehe rechts und links von der Strasse mehrere Schlammseen,in denen sich wohl nach dem langen Winter viel Wasser angesammelt hat,das aus diesen Mulden nicht abläuft.In diesem Schlamm scheinen sich diese Tiere sehr wohl zu fühlen,denn ich sehe ein paar Meter weiter noch eine andere Schildkröte,die über die Strasse will und dann noch eine.Scheinbar wandern diese Tiere,wie bei uns die Kröten zu bestimmten Zeiten zu ihren Brutplätzen,wo sie ihre Eier ablegen.Hier in der Steppe gibt es aber keine organisierten Retter vom BUND,sondern hier muß der Krötenretter J.M. kommen und seine Retterarbeit tun.Der dankbare Blick der geretteten Schildkröten unter ihrem Panzer heraus ist der Lohn meiner Bemühungen.Ich hoffe nur, das die Tiere nicht wieder zurücklaufen,oder das jetzt noch Massen anderer Schildkröten kommen ,denn ich muß weiter. Wer wird morgen oder übermorgen bereitstehen zur Rettungstat?
Ein paar Kilometer weiter wartet schon das nächste Tier auf seine Rettung.Es ist eine kleine Ziege,die ihre Herde verloren hat.Die steht da, mitten in der leeren Steppe und jammert und blökt.Da sie sich aber nicht einfangen läßt und ich auch nicht wüßte wie ich sie abtransportieren könnte und da ich möglicherweise ,wenn ich mit einer Ziege auf meinem Anhänger vom Besitzer gesehen werden könnte und er mich dann vielleicht nicht richtig verstehen könnte,als Ziegendieb angesehen werde,sehe ich von einer Rettung für dieses Mal ab.Tut mir leid.Sie blökt verzweifelt hinter mir her, aber ich kann sie ja nicht alle retten die Tiere dieser Welt.
Am Strand des Kaspischen Meeres bin ich zwei Tage davor auch schon zu spät gekommen.Da lagen auf ungefähr 200-300 Meter Strandlänge fünf tote Robben herum und ein paar große Störe.Hier gibt es eben keine Leute,die sich um die Tiere und deren Probleme kümmern können.Bei uns in Deutschland wäre doch da schon längst der Notstand ausgerufen worden.
Ich habe gerade im Fernsehen den Bericht von einem Astronauten gesehen,der meinte,das 2030 sowieso Ende der Fahnenstange sei,was unsere Umwelt betrifft.O!M!G!wir haben ja schon 2012!Und ich bin nicht der SUPERMAN!!!

2 Kommentare:

  1. Du wirst jetzt sicher zum Tierschutzbeauftragten für Steppenschildkröten ernannt werden. Übrigens dolomals haben sich die Seefahrer und Seeräuber diese Tierchen in den Schiffsbäuchen eingelagert und so ständig frisches Fleisch gehabt. Falls Dir so ein Tierchen zuläuft kannst es aber nicht so sehen, Du bist der jetzt der selbsternannte Rettungsbeauftragte!

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  2. wenn ich richtig nachgegoogelt habe mögen Deine Schildkröten eine feüchte Umgebung.
    Die Frage ist nur hätte der LKW oder die Schildkröte gewonnen ?
    Ziegen sind auch nicht schlecht ,aus denen werden Lederhosen gemacht.
    GubdT!
    Und wer glaubt schon einem zugekifften Astronauten`?
    Da waren doch schon einige Deppen vor ihm

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